Starthilfe für Abc-Schützen

Starthilfe für Abc-Schützen

Meckenbeuren -  Die ehrenamtlichen Verkehrshelfer in Meckenbeuren haben eine Einweisung in Schulwegsicherung erhalten. Die Fußgängerampel an der Hauptstraße ist weiterhin ein neuralgischer Punkt

Die Schulranzen für den großen Tag sind vermutlich längst gepackt und auch die Schultüte ist vielleicht schon mit Spielzeug und Leckereien gefüllt – für Tausende Kinder in Baden-Württemberg beginnt in diesen Tagen der Ernst des Lebens. Der erste Schultag und damit ein bedeutender Schritt hin zur Selbstständigkeit steht bevor. Auch in Meckenbeuren konnten einige Kinder das Ende der Sommerferien kaum abwarten und freuen sich nun auf ihre Einschulung. 40 Jungen und Mädchen werden morgen an der Albrecht-Dürer-Schule in Mecken beuren eingeschult. Damit diese kleinen Schulstarter auch sicher zur Schule gelangen, bietet die Grundschule wieder einen Lotsendienst an, der in den ersten Schulwochen beim Überqueren der Meckenbeurer Hauptstraße Hilfestellung leistet.

Gestern erhielten die acht ehrenamtlichen Helfer eine Einweisung in die Schulwegsicherung. Bei einem Vororttermin unterrichtete sie der pensionierte Polizeibeamte W. E. in Theorie und Praxis über ihre künftigen Aufgaben. E., seit Jahrzehnten im Bereich Verkehrsprävention tätig, wurde dabei unterstützt von Herrn K. von der Polizeidirektion Friedrichshafen. Neuralgischer Punkt auf dem Weg zur Albrecht-Dürer-Schule bleibt auch weiterhin die Ampelkreuzung B30/ Bahnhofsstraße. „Da gibt es schon extreme Situationen“, weiß Verkehrshelfer Herr J. aus seinen Erfahrungen vom letzten Jahr zu berichten.

Viele Autofahrer, die aus Brochenzell kommend auf die B 30 einbiegen möchten, übersehen hier häufig den roten Rechtsabbiegerpfeil und gefährden dadurch Passanten, die gerade die Straße überqueren.

Mithilfe der Verkehrshelfer sollen die ABC-Schützen nun lernen, nicht sofort bei Grün loszurasen, sondern sich zunächst zu vergewissern, ob die Autofahrer auch tatsächlich bei Rot anhalten. Den eigenen Schulweg selbständig ohne Mutter oder Vater zu meistern, sei für die kindliche Entwicklung sehr wichtig, ist sich auch Schulleiterin S. H. sicher. „Es ist für die Kinder eine ganz wertvolle Erfahrung“, so die Rektorin. Sie ist ihrer ehemaligen Elternbeiratsvorsitzenden I. S.  sehr dankbar, dass sie nun schon im fünften Jahr diesen Lotsendienst organisiert. Obwohl die vier Kinder von I. S. mittlerweile alle die Albrecht-Dürer-Grundschule verlassen haben, liegt der engagierten Mutter das Wohl der nachfolgenden Schülergeneration am Herzen. Generell sollten, da sind sich alle Anwesenden an diesem Nachmittag einig, die Eltern vorab den Schulweg mehrmals mit ihrem Zögling üben.