Lucha: „Nicht so viel am iPad herumfummeln“

Beeindruckt und begeistert zeigt sich Sozialminister Manne Lucha bei der Führung durch den Lesewald der Albrecht-Dürer-Grundschule. Der Minister hatte anlässlich des bundesweiten Vorlestages den Erst- und Zweitklässlern aus den „Schulgeschichten vom Franz“ vorgelesen. (Foto: Karl Gälle)

15. November 2019

Karl Gälle

Einen hohen Gast aus Stuttgart haben am Freitag die Erst- und Zweitklässler der Meckenbeurer Albrecht-Dürer-Grundschule erwartet. Alljährlich besucht Sozialminister Manne Lucha am deutschlandweiten Vorlesetag eine Schule im Land, um die Kinder mit einer Geschichte zu begeistern und sie so zum Lesen zu animieren.

Ein Minister sei ein ganz wichtiges Mitglied der Landesregierung in Stuttgart und habe in der Regel ganz wenig Zeit, stellte Rektorin Sibylle Handschuh den Vorlesegast den Erst- und Zweitklässlern vor. „Wenn der Minister dann trotzdem heute zu uns zum Vorlesen kommt, dann muss das Lesen doch etwas ganz Wichtiges sein“, kam die Rektorin zum Thema des Tages.

„Schulgeschichten vom Franz“

Auch Lucha betonte zur Begrüßung die Bedeutung des Lesens schlechthin. Lesen sei heute besonders wichtig, denn man könne sich dadurch ganz persönlich ein Bild machen. Im Kopf wie im Herzen und dies wiederum führe dazu, sich zu erinnern, so Manne Lucha. „Ihr solltet nicht so viel am iPad herumfummeln, sondern lieber an die frische Luft gehen und lesen“, riet er den gespannt auf eine Geschichte wartenden Kindern. Ausgewählt hatte der Minister die „Schulgeschichten vom Franz“ der österreichischen Autorin Christine Nöstlinger.

Die mit dem Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis ausgezeichnete Schriftstellerin gilt als eine der wichtigsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen im deutschsprachigen Raum. Doch nicht nur der Minister begeisterte die Schüler. Er selbst zeigte sich bei der Vorstellung des Lesewagens und der Führung durch den kleinen Lesewald bei der Grundschule beeindruckt und begeistert. Jonas Hager aus der Klasse 2a hatte dem Minister spontan ein Modell des Lesewaldes gebastelt und überreicht. Den Lesewagen stellten Katja Opferkuch sowie Lesepatin Anita Scheibitz dem Gast vor, bevor der von den Schülern durch die Stationen des Lesewaldes geführt wurde. Sechs Lesepatinnen engagieren sich derzeit um Dorothea Blum und Katja Opferkuch im Lesewagen und Lesewald. Letztere bietet den Schülern zudem eine Lese-AG an. Der Vorlesetag, initiiert 2004 von der Stiftung Lesen, der Deutschen Bahn und der Wochenzeitung „Die Zeit“, findet stets am dritten Freitag im November statt. Er gilt als größtes Vorlesefest Deutschlands und soll ein wirksames Zeichen fürs Vorlesen setzen und die Freude am Lesen fördern.

Quelle: Artikel der Schwäbischen Zeitung vom 16.11.2019; Foto und Text: Karl Gälle

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