Geisterstunde auf Burg Schauerstein

Meckenbeuren/sz Seit vielen Jahren ist es zur schönen Tradition geworden, dass sich die Schülerinnen und Schüler der Albrecht-Dürer-Schule mit der Aufführung eines Musicals in die Sommerferien verabschieden. Auch in diesem Jahr haben sie wieder fleißig geübt und ein grooviges Musical einstudiert.

„Herzlich willkommen zu unserem Musical ‚Geisterstunde auf Burg Schauerstein‘“, begrüßte Rektorin S. H. am Donnerstag die Gäste in Kultur am Gleis 1 und freute sich über die zahlreichen Besucher. Mit Blick auf die vergangenen Projekttage galt ihr Dank dem Lehrerteam und allen Helferinnen und Helfern sowie den Kindern, die fleißig ihre Lieder, Szenen und Texte eingeübt hatten.

Die Uhr schlägt 12. Der Spuk sollte längst beginnen, aber, wo bleibt Balthasar von Schauerstein? Hat er schon wieder Angst vor der Dunkelheit, und das, obwohl er doch ein Gespenst ist? Balthasar versteckt sich lieber in seiner hell erleuchteten Schlaf-Truhe statt durch die Burg zu spuken. Aber zum Glück ist er nicht allein. Zusammen mit seinen Freunden und anderen Gruselwesen wie Zauberer, Hexe, Ritter, Fledermaus und Eule macht er sich auf die Suche nach einem Mittel gegen die Angst. „Vielleicht helfen Helm und Schwert des Ritters oder der Zaubertrank der Hexe“, fragt sich das Gespenst. Doch nichts scheint bei Balthasar zu wirken. Nun überlegen sie gemeinsam und suchen Ideen, um Balthasar die Angst zu nehmen und ihm zu helfen. In ihrer Ratlosigkeit geben sie ihm einen Teil von sich weiter in Form eines Steins. Und vielleicht kann ihm ja Flora helfen, gerade ist er ihr zum ersten Mal begegnet.

Bühnenbild und Kostüme passen

Das Glühwürmchen teilt zum Schluss sein Licht mit Balthasar. Dadurch wird nicht nur seine Dunkelheit erhellt, sondern auch die Steine der Freunde erstrahlen in einem besonderen Glanz und zeigen ihm seinen Mut. Gekonnt spielten die Buben und Mädchen ihre Rollen, sangen und erzählten die Geschichte von Balthasar von Schauerstein. Es stimmte alles: Das Bühnenbild, die wunderschönen gruseligen Kostüme und die kreative Verwandlung der Gesichter, der Rollen entsprechend. Ebenso die Musik unter Leitung von M. B..

Mit viel Rhythmusgefühl und Talent begleiteten die Buben und Mädchen vom Chor und vom Orchester die Schauspieler und ihre Geschichte, mal rockig, mal ruhig, mal lustig oder auch sehr berührend.

Quelle: Schwäbische Zeitung Ausgabe vom 22.07.2017; Autorin: Christine Ehmann